Aufgeben gibt’s nicht

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Scheune in Vollbrand

Der neue Blog-Beitrag kommt mit etwas Verspätung. Der Grund dafür ist – wie könnte es anders sein – ein Alarm an dem Abend, wo ich den Beitrag schreiben wollte 🙂 Nichts Schlimmes, nur ein bisschen Wasser im Keller. Gerade so viel, dass es die Feuerwehr brauchte.

Das lassen wir jetzt aber beiseite. Denn heute geht es nicht um den Wassereinsatz, sondern um den Durchhaltewille. Er ist etwas, der die Feuerwehr (und auch andere Rettungsorganisation) auszeichnet. Und ich behaupte, er ist fast nirgendwo so deutlich spürbar wie dort.

Es gibt immer eine Lösung

Aufgeben gibt’s nicht. Es kommt schlichtweg gar nie in Frage! Es gibt immer eine Lösung. Natürlich heisst das nicht, dass es nicht auch Situationen gibt wo man bewusst etwas aufgeben muss.
Zum Beispiel beim Brand eines Bauernhauses. Da kommt es öfters vor, dass man die Scheune aufgeben muss, weil sie bereits den Flammen zum Opfer gefallen ist. Dann aber versucht man den Wohntrakt zu halten. Je nachdem wie das Bauernhaus gebaut ist, geht sowas einfacher oder nicht. Falls auch das nicht mehr möglich sein sollte, steht vielleicht daneben ein Stöckli oder ein Nachbarhaus, das vor den Flammen gerettet werden kann. Ziel ist in jedem Fall, das Feuer nicht noch weiter ausbreiten zu lassen.

Wenn‘s sein muss eilen die Nachbarn herbei

Es kann aber auch sein, dass der Brand gross wird. Grösser als ursprünglich angenommen. Und die alarmierten Mittel (Maschinen, Material, Personen oder Wasser) reichen nicht aus, um den Brand zu löschen. Dann heisst es nicht einfach „einpacken und das Weite suchen“.
Im Gegenteil, es werden weitere Mittel organisiert. Vielleicht kann in der eigenen Feuerwehr Unterstützung nachalarmiert werden. Falls das nicht mehr reicht, werden Nachbarwehren alarmiert, die mit zusätzlichen Fahrzeugen und Personen zur Unterstützung herbeieilen. Es kommt nicht selten vor, dass bei einem Grossbrand über 100 Personen im Einsatz sind.

Und auch wenn sich der Einsatz über Stunden hinzieht, gibt es kein vorzeitiges Ende. Es werden Pausen gemacht, man wechselt sich ab oder bietet weitere Personen auf, die die im Einsatz stehenden Feuerwehrmänner und –frauen ablösen. Aber solange die Arbeit nicht beendet ist, ist auch der Einsatz nicht fertig.

Ein bisschen mehr Durchhaltewille für den Rest der Welt

Eigentlich spielt es gar keine Rolle, was knapp wird. Es muss immer eine Lösung her. Und genau das ist es, was die Feuerwehr ausmacht. Geht nicht gibt‘s nicht! In der Feuerwehr lernt man durchzubeissen, nicht aufzugeben und immer wieder nach neuen Möglichkeiten und Lösungen zu suchen. Und falls man es alleine nicht schafft, kommen einem die anderen zu Hilfe. Manchmal wünschte ich mir, ausserhalb der Feuerwehr wäre ebenfalls ein Bruchstück dieses Durchhaltewillens spürbar. Es würde die Welt bereichern.

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