Die 4 Sorten „Kunden“ der Feuerwehr

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Bei ihren Einsätzen hat die Feuerwehr immer auch mit verschiedensten Menschen Kontakt. Dabei gibt es nettere und weniger nette Begegnungen. Ich habe hier mal die 4 am meisten verbreiteten Sorten „Kunden“ zusammengefasst, mit denen wir zu tun haben.

Die „Draufgänger“
Da gibt’s einerseits die Unerschrockenen oder wohl eher Geschockten, die zuerst selbständig versuchen das Feuer zu löschen und sich erst nach mehreren tiefen Atemzügen von giftigem Rauch in Sicherheit bringen. Nachdem sie aus dem brennenden Haus kommen, rennen sie kurz darauf zurück, um ihren PC-Tower zu retten. Wenn die Feuerwehr am Brandort eintrifft hat sie alle Hände voll zu tun, die Draufgänger vom Haus fernzuhalten und den Sanitätern zur Kontrolle zu übergeben.

Die „Jammeri“
Sie halten sich für die Ärmsten, wenn sie nach einem starken Gewitter 5 cm Wasser im Keller haben. Obwohl das Gewitter nebenbei über ein Dutzend andere Keller gefüllt hat und dort teils weitaus mehr Schaden anrichtete. Das wissen sie zwar nicht, aber man weist sie tröstend (oder nach dem dritten Mal eher mahnend) darauf hin. Schuld sind natürlich in erster Linie alle anderen: die Bauern, die Stroh auf der Strasse liegen lassen, die Gemeinde die nicht schaut, und und und. Dass sie selber bauliche Massnahmen vornahmen, die das Ganze begünstigen, spielt keine Rolle. Sie begleiten einen während dem ganzen Einsatz mit ihrem Gejammer, das die Tonhöhe einer überspannten Violin-Saite erreicht… was dazu führt, dass die Unterkiefer einiger Kameraden unkontrollierbar zu zittern beginnen und Dampf aus ihren Ohren weicht. 🙂

Die „Tuble“
Ja, das sind die ganz Lustigen. Sie weigern sich zum Beispiel konsequent ihre Hecke zurückzuschneiden, welche sich rund um den Hydrant auf ihrem Grundstück ausgebreitet hat. Sämtliche Aufforderungen durch die Gemeinde werden galant ignoriert. Zur unkooperativen Art gesellt sich dann noch ein ganz grosses Stück Hochmut: Wenn die Feuerwehr bei der jährlichen Hydranten-Kontrolle die störenden Äste zurückschneidet um den Zugang zum Hydrant wieder zu gewährleisten, verlangen sie von der Gemeinde Schadenersatz. Als Gemeindeschreiber würde ich antworten, dass sie ab sofort auf der Feuerwehr-Boykott-Liste aufgeführt seien und bei einem Brand selber mit einem Spritzeimer löschen sollen. 😉

Die „Dankbaren“
Trotz allem, die meisten Menschen sind schlicht und einfach nur dankbar für die Unterstützung und zeigen dies in Form von Worten, Trinkgeld oder manchmal gar einem spendierten Grillabend. Sie bleiben trotz ihrer Misere tapfer und helfen mit, sofern sie etwas zur Behebung des Schadens beitragen können. Oder sie versorgen die Einsatzkräfte mit Kaffee und Schoggi. Sie sind uns natürlich die Liebsten „Kunden“. Aber wenn wir ehrlich sind, hätten wir ja nichts mehr zu erzählen wenn es die anderen nicht gäbe 😉

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